Die Pferde sind nicht das Problem
Wenn man nur das betrachtet, was “normal” oder gar pathogen oder pathologisch ist, erhält man keine Ideen für die Bestimmung des relativen Optimums!
Fragestellung für die Messungen: Was genau wird gemessen? Wie verschiebt sich die Fußung bei unterschiedlichen Bewegungsvorstellungen und Sitzweisen? Wie verändert sich die Fußung bei positiver Entwicklung vom rohen Pferd zum Reitpferd? Wie verändert sich die Fußung auf hartem, federndem oder tiefem Boden? Wie verändert sich das Verhältnis der Federung von Fesselgelenken und Rumpfhebern/Hanken? Wie verändert sich das Ergebnis bei biomechanischer oder biotensegraler Vorstellung? Wie verändert sich das Ergebnis, wenn nach unterschiedlichen Methoden/Denkweisen gearbeitet wird? Frage: Wenn der Fluchtreflex angeblich die Streckerkette bedient, wie ist dann diese Schreckreaktion zu erklären? These: Der Moment der Aufladung hat das Potenzial der Selbstkontrolle. Volle Entladung - Flucht Langsame Entladung - Entspannung Frage: Kann das Pferd seine Schreckreaktionen so modifizieren, dass es echte Selbstwirksamkeit erfährt, ohne sich oder den Reiter zu gefährden? These: Ja. Frage: Ist es sinnvoller, zu versuchen, dem Pferd die Reflexe abzutrainieren (Psyche!), anstatt es seine Möglichkeiten erforschen und echte Selbstkontrolle gewinnen zu lassen? These: Nein
© Maren Diehl 2016
Gebrauchshaltungskonferenz 4