Die Pferde sind nicht das Problem
Definition des relativen Optimums: Das    relative    Optimum    ist    die    beste    Version    seiner    Selbst,    die    ein    Pferd    zu    einem bestimmten    Zeitpunkt    und    unter    bestimmten    Bedingungen    sein    kann.    Bildvergleiche sollten    immer    Vergleiche    zwischen    Bildern    des    relativen    Optimums    zu    verschiedenen Zeitpunkten und unter bestimmten Bedingungen sein. Zu   den   unterschiedlichen   Bedingungen   gehören   Bodenverhältnisse,   Jahreszeiten,   Wetter, Reiter, Futterzustand, Sattel, Hufbearbeitung etc. Um    die    Auswirkungen    von    Hufbearbeitungen,    Reiter,    Trainer    und    Sattel    beurteilen    zu können,    sollte    immer    nur    eine    Veränderung    zur    Zeit    vorgenommen    und    betrachtet werden. Beurteilungskriterien: Stabilisierung des Fesselbereiches Stabilisierung der Unterlinie (Betrachtung der tiefen Frontallinie, der Organsäule) Zunahme des Federweges der Rumpfheber Entwicklung der Buggelenkswinkel Koordination des Beckens (hüpfende Kruppe) zunehmende Synchronisierung der Diagonalen im Trab Veränderung der Sattellage gleichmäßige Bemuskelung Qualität der drei Grundgangarten (auch auf schlechtem Untergrund) Zirkel auf beiden Händen gleichmäßig Ausrichtung der Vorderbeine beim Stehen unter Last Zu beurteilen während der Arbeit, da die Funktionalität betrachtet werden sollte. Kriterien für negative Entwicklung Becken dauerhaft abgekippt/angezogen in Verbindung mit Hohlkreuz oder ansteigender LWS Durchtrittigkeit Deutliche Beugung von Bug- und Ellbogengelenk  in der Mitte der Stützbeinphase passive Rumpfheber vorgeschobenes Brustbein negative Phasenverschiebung Aufrollen Muskelatrophie Kompensationsmuskulatur Zunehmende Abhängigkeit von Reiterhilfen
„Funktioniert ja nicht, sonst hätte ich euch nicht als Patienten...“                     Katja Eser
Gebrauchshaltungskonferenz 3
© Maren Diehl 2016