Die Pferde sind nicht das Problem
Erklärung der Einigkeit über grundlegende Kriterien „wie ein Pferd trägt“: Tensegrität Ein klares Verständnis von Tensegrität, von der Möglichkeit, im Körper gleichzeitig Länge, Ausdehnung  und Stabilität zu schaffen, ist die Grundvoraussetzung für eine Zusammenarbeit zu diesem Thema. Tensegrale Ausrichtung und tensegrales Bewegen sind wesentlich für die Erzeugung von Tragkraft. Die Erzeugung der Schubkraft ist im Rahmen der Tensegrität systemimmanent. Kraftrichtungen – Federrichtungen In der Folge verlieren Hebel ihre Bedeutung (weil es sie nicht gibt). Zu betrachten sind Kraft(entladungs-federungs- )richtungen und Schwungrichtungen (der Zug- und Druckelemente zueinander). Die vormals als Gelenke verstandenen Verbindungen zweier Druckelemente dienen  vielmehr der Umlenkung der Kraft der Zugelemente. Motorische Massen Sollten in der Betrachtung und im Bewegungsverständnis ebenfalls Beachtung finden. Sie sollten ziehend wirken wie Planeten in Umlaufbahnen! Punktum fixum und punktum mobile sind in der Bewegung  und in der Betrachtung  austauschbar. Buggelenkswinkel Wieviel Winkelveränderung in Bewegungsphasen unter Last findet in Buggelenk und Ellbogen statt? M.E. sehr, sehr wenig, wenn die thorakale Muskelschlinge funktioniert. Gerade soviel, dass die Gelenke nicht starr sind. Fußung Eine klare Fußung in jeder Gangart ist eines der übergeordneten Ausbildungsziele und Hauptkriterium für die Beurteilung der Korrektheit der Ausbildung.  Abweichungen sind möglich während des Trainings außerhalb der Komfortzone. Im Ergebnis, der Vorführung dessen, was erstrebenswert ist, sind Taktfehler ein Ausschlusskriterium. Linie Hüfte-CTÜ-Maul Diese Linie stellt ein zu beobachtendes Merkmal dar und keine Soll-Marke. Interessant ist hier vor allem die Veränderung der Linie CTÜ-Hüfte in Bezug zur Horizontalen sowie die Veränderung der Position des CTÜ in Bezug auf die Linie Hüfte-Maul (unabhängig von deren Ausrichtung! XXX) Ein weiterer interessanter Aspekt ist die Veränderung der Fußung in Zusammenhang mit dem  Gefälle der Linie Hüfte-Maul und der Position des CTÜ auf dieser Linie. LSG Es gibt für jedes Pferd eine neutrale, stabile Stellung des LSG. Ein Öffnen des LSG unter Last erzeugt pathogene Bewegungsmuster. (Behauptung. In Fachkreisen These genannt. Ich warte auf Widerlegung.) Hankenbeugung und aktive Öffnung des LSG schließen sich gegenseitig aus. Es ist zu Unterscheiden zwischen Beugung der LWS und Öffnung des LSG. Beide verändern den Beckenwinkel, liefern aber unterschiedliche Ergebnisse in Bezug auf die Integration der Schubkraft. Relative Hankenbeugung Beugung der großen Gelenke der Hinterhand unter Last mit dem Ziel, mehr Energie zu speichern und sie kontrolliert (Menge und Richtung) wieder abzugeben. Aus Sicht des Pferdes ist Hankenbeugung nur sinnvoll, wenn die Bewegungssituation sie zur Problemlösung erfordert. Also in Übergängen jeder Art. Hankenbeugung ist die Einstellungsmöglichkeit für die Kraftrichtung. Je höher das Beugungspotenzial, um so größer die Flexibilität in Bezug auf Richtung und Kraftausdruck. Fesselstand Der Fesselstand und das Timing in der Bewegungsrichtung des Fesselkopfes verändert sich durch Veränderung der Belastung, die Verschiebung der Bewegungsphasen  und durch Training. Psyche Ein Pferd, das seinen Raum einnimmt und auf Druck mit Stabilisierung des Rumpfes und sinnvoller Kraftausrichtung reagiert, stabilisiert sich auch psychisch. (Gegenkonzept zum Beruhigen)
© Maren Diehl 2016
Gebrauchshaltungskonferenz 2