Die Pferde sind nicht das Problem Gebrauchshaltungskonferenz 14
© Maren Diehl 2016
DIE THESE Ich stelle die These auf, dass sich das Lumbosakralgelenk für einen optimalen Kraftschluss zwischen Hinterhand und Rumpf des Pferdes unter Last schließen muss. Das bedeutet, dass auch eine optimale funktionale Hankenbeugung nur bei neutral geschlossenem LSG stattfinden kann. Unter einer echten funktionalen Hankenbeugung verstehe ich die Beugung, die das Pferd in allen Übergängen (Tempo, Gangart, Richtung) einsetzt. Hankenbeugung ist demnach nicht etwas, was der Reiter erzeugt, sondern eine Fähigkeit, die das Pferd sich im Laufe der Ausbildung erwirbt und bei gegebenem Anlass jederzeit nutzen kann. Das Steilstellen des Beckens durch Öffnung des LSG unter Last steht meines Erachtens der Möglichkeit einer funktionalen Hankenbeugung diametral entgegen.